Sucht, Drogen und Prävention


Liebe Besucher. Diese Seite wird wie auch meine Suchtliteraturseite nicht mehr aktualisiert. Sie stammt noch aus dem Jahr 2000, in dem ich mein Amt als Suchtpräventionslehrer nach insgesamt 12 Jahren an Herrn Prasuhn übergeben habe. Die Thesen sind jedoch nach wie vor richtig und aktuell. Die Links sind möglicherweise nicht mehr alle aktiv.

Inhalt der Seite

Was bedeutet eigentlich "Sucht"?
Ausgewählte Literatur zu Sucht und Drogen
Funktionen von Drogenkonsum für Jugendliche
Ziele von Prävention in der Schule
10 Bitten eines Schülers an seine Eltern
Suchtprävention: Hinweise für Eltern
Fakten und Daten zu Sucht und Drogen

Schon meine Suchtliteraturseite besucht???

Seitenübersicht

Was bedeutet eigentlich "Sucht"?

Sucht ist das unabdingbare Verlangen nach einem bestimmten Erlebniszustand.
Diesem Verlangen werden die Kräfte des Verstandes untergeordnet. Es äußert sich
in physischer und / oder psychischer Abhängigkeit.

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Ausgewählte Literatur zu Sucht und Drogen

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Funktionen von Drogenkonsum für Jugendliche

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Ziele und Möglichkeiten von Prävention in der Schule

Suchtprävention ist eine pädagogische Gemeinschaftsaufgabe für Elternhaus
und Schule.
Was können Eltern, was kann die Schule im Spannungsfeld von Genuss und
Missbrauch, von Probieren und Suchtgefährdung, von Aufklärung und Erzeugen
von Neugier an positiven Impulsen einbringen?
Wie können alle am Erziehungsprozess Beteiligten verhindern, dass Sucht und
Drogen für die ihnen anvertrauten Kinder und Jugendlichen zu Problemen werden?

Wenn es um Suchtfragen geht, wird sehr häufig der Fehler gemacht, das Sucht-
mittel - also die Droge - in den Mittelpunkt der Bemühungen zu stellen. Dies
erscheint zwar verständlich, ist aber dennoch unangebracht, denn es ist schließlich
der Mensch, ob Kind, Jugendlicher oder Erwachsener, der darüber in eigener Verantwortung
entscheidet, Suchtmittel einzusetzen oder es zu lassen. Es ist also unerlässlich,
sich mit Entstehungsbedingungen süchtigen Verhaltens zu befassen und die Persönlichkeit
des Menschen in präventive, d.h. vorbeugende Strategien miteinzubeziehen. Wichtig
erscheint vor allem die Frage, welche Funktion das Suchtmittel für den Jugendlichen
konkret erfüllt, was ihm der Konsum des Suchtmittels verspricht.

Die schulische Arbeit in bezug auf Prävention sollte daher auf drei Ebenen ablaufen:

  1. im engagierten Fachunterricht der LehrerInnen zu zentralen Problemen unserer Zeit
    nach den besten didaktischen und methodischen Möglichkeiten

  2. im täglichen Umgang mit den Schülern, der sogenannten stillen Prävention
    (Rolle des Lehrers im Unterricht, Verhältnis zu Leistungsbeurteilung, konkretes
    Schüler - Lehrer - Verhältnis)

  3. im ausserunterrichtlichen Angebot einer Schule (Fahrtenangebot, Hausaufgaben-
    betreuung, Arbeitsgemeinschaften; Jugendgruppen, Chor, Orchester, Sozial - und
    Berufspraktikum, Besinnungstage usw.)

Prävention ist langfristig angelegt, spontane isolierte Einzelaktionen zeigen wenig
Wirkung.
Der allgemeine Trend geht heute aber in eine Richtung, die man als Lehrer an einer
Schule mit Sorge beobachtet, nämlich der Schule immer mehr und damit auch vermeintlich
"unangenehme" Aufgaben zuzuschieben, die Schule für alle gesellschaftlichen Missstände
verantwortlich zu machen, aber gleichzeitig die Rahmenbedingungen des Lernens für
Schüler und Lehrer aufgrund angeblich fehlender finanzieller Möglichkeiten immer
weiter zu verschlechtern.Die Schule kann offensichtlich aber nicht alles leisten.

Suchtprävention ist zunächst eine originär elterliche Aufgabe. Schließlich verbringen
Kinder gerade in dem Alter, in dem entscheidende Einstellungen und Strukturen angelegt
werden, den überwiegenden Teil ihrer Zeit im Kreis der Familie. Einstellungen zum
Gebrauch von Medikamenten, zum Genuss von Alkohol, zu Zigaretten, zum Konsum von
Fernsehen und dem Computer (!) - um nur einige zu nennen - sind also bereits geprägt,
bevor Zehnjährige zum ersten Mal die höhere Schule betreten.

Es wird also deutlich, wie wichtig der Konsens zwischen Elternhaus und Schule ist.
Die Schule leistet, so glaube ich, einen realistischen Beitrag zur Persönlichkeits-
entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Erfolge von Suchtprävention sind nicht zählbar.
Was zählt, sind die guten Absichten und zeitgemäße Bemühungen um den richtigen Weg.
Dazu gehört auch zu erkennen, dass wir als Lehrer und Eltern zwar Fehler in der Erziehung
machen mögen aber auch darauf vertrauen dürfen, unbewusst vieles richtig zu tun.

Erziehung wird zwar zunehmend anstrengender, und das merken sowohl Eltern als auch Lehrer:
niemand darf sich aber seiner Verantwortung in diesem Bereich entziehen, noch seine
Vorbildwirkung geringschätzen, sonst übernehmen diese Funktion andere.

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10 Bitten eines Schülers an seine Eltern (zusammengestellt von Schülern der AG
"Lernen lernen" am Rudolf - Diesel - Gymnasium Augsburg)

  1. Seht mein Bemühen, nicht nur die Noten!

  2. Schimpft mich nicht noch bei schlechten Noten! Das hilft mir nicht.!

  3. Erkennt auch kleinere Fortschritte an, um die ich mich bemühe.!

  4. Setzt Leistungen in Nebenfächern nicht herab!

  5. Merkt Euch nicht bloß schlechte Noten!

  6. Vergleicht mich nicht nur mit Besseren!

  7. Unterlasst die Hinweise auf Eure Schulzeit!

  8. Messt meine Schwächen nicht an Euren Stärken!

  9. Erniedrigt mich wegen schlechter Noten nicht vor Dritten!

  10. Sprecht nicht nur immer über Schule!

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Suchtprävention - Hinweise für Eltern - nicht als Besserwisserei gemeint

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Fakten und Daten zu Sucht und Drogen

Links in englischer Sprache

Prevention Research Center Indiana, USA
DDRC
MAPS Incorporated
Background Information About Drugs
Cinderella Index
National Institute on Alcohol Abuse and Alcoholism
Adult Children of Alcoholics: Alcoholism Resource Page
Alcoholism Help
About Ecstasy

Links in deutscher Sprache

Das Betäubungsmittelgesetz
Das Drogen - ABC
Das Sucht - Nachschlagewerk Pharmacy Online
Difa - Forum
Cinderella - Index
Deutsches Institut für medizinische Dokumentation und Information

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
Fachverband Sucht
Blaues Kreuz
Spielsucht und Selbsthilfegruppen
Anonyme Alkoholiker
Deutsche Aidshilfe
Aidsaufklärung e.V.
Pro Familia

Ecstasy - Projekt
Ecstasy Prävention

Fachstelle für Alkohol und andere Drogenprobleme in der Schweiz
Drogenfragen Beratungsstelle Frankfurt/Main
Jugendhilfe Beratungsstelle Frankfurt/Main
Führerschein und MPU
Neuland Fachliteratur zu Sucht

Psychotherapie und Psychologie

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